0:4 gegen SV Farschweiler

Ruwer hielt Spiel lange offen

Ein Lebenszeichen wollten sie setzen, so Matteo Schönberger, Spielertrainer der bislang punktlosen Ruwerer Mannschaft, im „11er“-Magazin im Vorfeld des Spiels gegen Farschweiler. Vielleicht sollte auch das veränderte Einlauf-Ritual helfen, den Bock endlich umzustoßen: Die Schwarz-Weißen aus Ruwer und die Blauen aus Farschweiler liefen erstmals von der Gegengerade aus aufs Spielfeld. Und in der Tat: Ruwer hielt die Partie lange Zeit offen, hatte nach dem Führungstor der Gäste (15.) mehrfach den Ausgleich auf dem Fuß, wusste neben überzeugendem kämpferischen Einsatz phasenweise auch spielerisch durchaus zu gefallen. Erst in der Schlussphase musste man dem Tempo Tribut zollen, mit der Kraft ließ auch die Konzentration nach. Und das nutzten die Gäste mit drei Toren zum 0:4-Endstand gnadenlos aus, vor allem ihr überragender Spielertrainer Jörg Lauer machte hier den Unterschied. Der 47jährige, der 135mal für Eintracht Trier, den SV Prüm und den FSV Salmrohr in der Oberliga auflief (45 Tore) und zum 1. November von seinem Heimatverein Farschweiler zur SG Issel/Kenn wechselt, war nicht nur zweifacher Torschütze, sondern Dreh- und Angelpunkt des Farschweiler Spiels. Vor dem Spiel hatte er davor gewarnt, den SV Ruwer nach dem Tabellenstand zu beurteilen und gar zu unterschätzen und sah sich nach dem Spiel bestätigt: „Wir waren lange Zeit nicht so konzentriert, wie ich mir das gewünscht habe, und haben den Gegner im Spiel gehalten. Erst zum Schluss konnten wir die Sache klar machen.“

Das Endresultat wird der tapferen Ruwerer Leistung nicht gerecht, zumindest ein Ehrentor hätten die Schwarz-Weißen verdient gehabt. Dennoch nimmt Matteo Schönberger Positives mit in die Trainingswoche: „Die Einstellung stimmt!“ Ein Rücktritt kommt für Ruwers Spielertrainer, der viel Arbeit in die junge und bunt zusammengewürfelte Mannschaft investiert, trotz der trostlosen Bilanz nicht in Frage: „Solange es der Wunsch des Vereins und der Mannschaft ist, bleibe ich im Amt.“ Betreuer Helmut Zock imponiert das sportliche Verhalten der Mannschaft: „Die Jungs kämpfen bis zuletzt und nehmen die hohen Niederlagen mit Anstand und Fairness hin.“

Ein Lebenszeichen wollten sie setzen im Spiel gegen Farschweiler. Das haben sie in der Tat getan. Trotz 0:4. „Ich verstehe nicht, wie man gegen diese Mannschaft 20 Tore schießen kann, so wie die spielen und kämpfen“, so ein Farschweiler Zuschauer in Anspielung auf die Ruwerer Niederlage vor Wochenfrist beim Spitzenreiter in Reinsfeld. Ein kleines Kompliment für die geschundene Fußballseele des SV Ruwer. Kann man sich zwar nichts für kaufen, aber gut tut es trotzdem! (-jf-)

 

sdf