Ruwer lässt aufhorchen: Unerwartet deutliches 4:1 gegen Riol


Die wenigsten Fußballfreunde hatten dem SV Eintracht Ruwer gegen die SG Riol-Longuich-Fell überhaupt einen Sieg zugetraut. Nur 5 Prozent der User des Internetportal fupa.net hatten auf der Schwarz-Weißen getippt, satte 95 Prozent waren von einem Dreier der Gäste aus Riol überzeugt. Doch Ruwers Team strafte alle Skeptiker Lügen. Mit einer überzeugenden spielerischen Leistung, unbändigem Kampfgeist und taktischer Disziplin schickten die Eintrachtler die mit den Ex-Ruwerer Spielern Markus Kündgen und Christian Adams angetretene Spielgemeinschaft gleich mit einem 1:4-Päckchen geschlagen nach Hause.
Die Gastgeber hatten in der ersten Halbzeit mehr Spielanteile und Ballkontakte, dennoch ging Riol nach 38 Minuten in Führung, als Louis Welter nach einem Eckball höher stieg als die gesamte Ruwerer Abwehr und das Leder zum 0:1 ins Netz köpfte. Die Partie schien ihren erwarteten Lauf zu nehmen. Doch Ruwer ließ sich nicht entmutigen, kam entschlossen aus der Kabine und nahm das Heft in die Hand. Es dauerte allerdings bis zur 62. Minute, bis Giovanni Silano zum Ausgleich traf. Dieses Tor wirkte wie eine Befreiung. Ruwer war jetzt am Drücker, vor allem der quirlige und kaum zu bremsende Matthias Maes sorgte für helle Aufregung in Riols Strafraum. Und so wunderte es niemandem, dass der Mann mit der Nummer 7 im weißen Trikot seine Mannschaft binnen sechs Minuten (70. und 76.) mit 3:1 auf die Siegerstraße schoß. Ruwer überließ danach den Gästen die Initiative, zog Dennis Hontheim zur Stabilisierung der Defensive weiter nach hinten und lauerte auf Konter – eine Taktik, die voll aufging. Schon ehe Jerome Herrmann nach 88 Minuten den Deckel endgültig draufmachte, hätten die Gastgeber bei glasklaren Torchancen den Sack zumachen müssen. So war eine insgesamt enttäuschende Rioler Mannschaft am Ende mit dem 1:4 noch ganz gut bedient.
„Dieser Sieg tut richtig gut, gerade nach der 2:10-Schlappe am letzten Wochenende in Schöndorf“, strahlte Spielertrainer Matteo Schönberger übers ganze Gesicht. Gibt es doch noch Hoffnung im Kampf um den Klassenerhalt, nachdem Ruwer die Punkte aus dem abgebrochenen Heimspiel gegen Bekond am grünen Tisch zugesprochen bekam? „Wenn überhaupt, dann müssen wir die nächsten beiden Spiele gewinnen“, lautet Matteo Schönbergers Prognose, „vorher brauchen wir über den Klassenerhalt nicht reden.“
Unsere Fotos vermitteln Eindrücke vom 4:1-Sieg des SV Ruwer gegen die SG Riol. (-jf-)