Licht am Ende des Tunnels?


SV Ruwer erkämpfte sich verdientes 0:0 gegen Pölich

Die Szene hatte irgendwie symbolische Bedeutung: Als Platzwart Helmut Zock Mitte der zweiten Halbzeit des Heimspiels gegen die SG Pölich-Schleich das Flutlicht einschaltete, wurde es auf einmal hell über dem Ruwerer Hartplatz. Ein Licht am Ende des Tunnels? Fast scheint es so. Denn nach Wochen der Erfolglosigkeit, nach der unglücklichen 1:2-Niederlage beim SV Kell in der Vorwoche erkämpfte sich der SV Eintracht Ruwer gegen den favorisierten Gast von der Mosel eine hochverdiente 0:0-Punkteteilung.

Ruwers Coach Matteo Schönberger hatte bei seiner Heimpremiere seiner Mannschaft eine konsequent defensive Grundeinstellung verorndnet: „Nach den vielen Gegentoren muss zuerst mal hinten wieder die Null stehen“, lautete die Vorgabe des Trainers. Und die setzten seine Jungs vorbildlich um. Mit frühem Pressing schon am gegnerischen Strafraum und viel Laufarbeit ließ Ruwer den spielerisch stärkeren Gegner kaum zur Entfaltung kommen. Torchancen konnte sich der Tabellendritte jedenfalls in der ersten Halbzeit kaum erarbeiten, lediglich einmal musste der sicher wirkende Ruwerer Keeper Christopher Thömmes Kopf und Kragen riskieren, um einen Rückstand zu verhindern. Ruwer seinerseits setzte aus kompakter Defensive heraus immer wieder nadelstichartige Konter. Bei einem dieser Vorstöße wäre dem agilen Jerome Herrmann kurz vor der Pause fast die Führung geglückt, doch Ruwers Stürmer setzte die Lederkugel aus spitzem Winkel über das Tor.
Auch die ersten Chancen nach der Pause gehörten den Gastgebern: Pölich hatte Glück, dass zwei Scharfschüsse von Ioannis Kaloeidis nur haarscharf am Tor vorbeisausten. Nach gut einer Stunde übernahmen die Gäste dann wieder das Kommando ohne sich jedoch ernsthafte Torgelegenheiten erarbeiten zu können. Ruwer kämpfte bis zur letzten Minute aufopferungsvoll um den einen Punkt, den man am Ende wie einen Sieg feierte.
„Ich bin stolz auf die Jungs. Sie haben das, was wir im Training besprochen haben, exakt umgesetzt. Darauf können wir aufbauen“, bilanzierte ein zufriedener Matteo Schönberger, der mit seinem aktiven Coaching am Spielfeldrand den Kampfgeist seiner Truppe nachhaltig befeuerte. Am kommenden Woche steht jetzt für die Schwarz-Weißen ein Sechs-Punkte-Spiel an: Gegen die SG Beuren, einen direkten Konkurrenten im Abstiegskampf, konnte Ruwer zuletzt (in der Aufstiegsrelegation und im Hinspiel) zwei Siege verbuchen. Ein gutes Omen? Aller guten Dinge sind drei – ein weiterer Sieg könnte das Licht über dem Ruwerer Hartplatz noch ein bisschen heller erstrahlen lassen! (-jf-)