Gelb-rote Karte sorgte für Bruch im Spiel: Unnötige 1:2-Heimniederlage gegen Pellingen


Viele Fouls und Nicklichkeiten, eine Menge strittige Schiedsrichterentscheidungen, eine gelb-rote Karte, emotionsgeladene Stimmung und drei Tore erlebten die Zuschauer am vergangenen Sonntag auf der Ruwerer Sportanlage. Dass die B-Liga-Partie für den heimischen SV Ruwer gegen den unmittelbaren Tabellennachbarn SG Pellingen-Franzenheim mit 1:2 verloren ging, war damit ebenso unnötig wie ärgerlich. Zuvor hatte Ruwer bereits im D-Klassen-Duell der zweiten Mannschaften eine 1:5-Niederlage hinnehmen müssen.

Ruwer hatte den besseren Start und ging nach zehn Minuten durch Jerome Hermann, der einen Pass in die Schnittstelle der Pellinger Abwehr aufnahm und das Leder am herausstürzenden Keeper ins Netz schob, mit 1:0 in Führung. Gerade der agile und einsatzfreudige Torschütze sorgte als ständiger Unruheherd auch in der Folgezeit dafür, dass es in der Pellinger Abwehr mehrfach lichterloh brannte. Hermann hatte kurz nach seinem Führungstreffer Pech mit einem Pfostenschuß, Pellingens Abwehrchef („Leute, jetzt reißt euch mal zusammen, sonst gehen wir hier unter!“) musste seine Mitspieler mehrfach aufrütteln. Die gelb-rote Karte gegen Kapitän Matteo Schönberger nach 35 Minuten sorgte allerdings für einen Bruch im Ruwerer Spiel. Die Gäste kamen stärker auf, kombinierten zügig und nutzten einen individuellen Patzer in Ruwers Abwehr zum Ausgleich. Das 1:2 nach 65 Minuten durch einen Schuss von der Strafraumgrenze schien eine Vorentscheidung, doch. Ruwer gab sich nicht geschlagen. „Männer, es sind noch 15 Minuten zu spielen, es ist noch alles drin, nix ist verloren!“ Mittelfeldregisseur Dennis Hontheims Motivation an seine Kameraden zeigte Wirkung. Trotz numerischer Unterlegenheit übten die im schwarzen Dress spielenden Gastgeber Dauerdruck aus und schnürten mit viel Kampfgeist Pellingen in der eigenen Hälfte ein – allerdings ohne krönenden Abschluss. So stand unter dem Strich eine bittere Heimniederlage gegen einen keineswegs übermächtigen Gegner, gegen den ein Erfolgserlebnis nicht nur möglich, sondern aufgrund der Tabellensituation auch notwendig gewesen wäre. Dem Selbstvertrauen hätte es sicher auch nicht geschadet … Unsere Fotos vermitteln Eindrücke vom Spiel. (-jf-)