Zweimal Lauterbach machen den Unterschied

Es war das erwartet schwere Spiel für den SV Ruwer auf dem ziemlich holprigen Rasenplatz in Langsur. Der Gegner, die FSG Zewen-Igel-Liersberg III, wollte den Rückenwind von zwei Siegen in Folge nutzen und auf heimischem Gelände unbedingt weiter punkten. Die Gäste aus Ruwer dagegen reisten im Vertrauen auf ihre starke Defensive an – mit nur einem Gegentor bis dato die mit Abstand beste der Liga. Beide Teams waren vor der Partie noch ungeschlagen, eine Serie musste also enden.

Es war die Serie der Gastgeber. Denn nach 90 Minuten hieß der Sieger SV Eintracht Ruwer. „Auswärtssieg, Auswärtssieg“, skandierte die Mannschaft nach den 90 bis zuletzt spannenden Minuten. Mit 1:0 gewannen die Schützlinge von Trainer Fabian Müller – ein unter dem Strich verdienter Erfolg, den Kai Lauterbach mit einem Hammer-Freistoß unmittelbar vor dem Pausenpfiff herausschoss – für die Kreisliga ohne Zweifel ein „Tor des Monats“!  Ruwers Nummer 7 setzte das Leder mit einer fulminanten Granate unter die Torlatte und ließ sich danach auf seinem Jubelweg zur Ersatzbank durch keinen seiner Kameraden aufhalten. Doch noch ein anderer Lauterbach verdiente sich ein Sonderlob: Torhüter Patrick Lauterbach trieb vor allem in der Schlussphase, als die Gastgeber nach der gelb-roten Karte für Ruwers Johannes Leiter den Druck erheblich erhöhten, die gegnerischen Stürmer nahezu zur Verzweiflung und parierte gleich mehrfach reaktionsschnell.

Das Zittern am Ende hätte sich der SV Ruwer aber durchaus sparen können. Wenn, ja wenn die zahlreichen guten Tormöglichkeiten mit etwas mehr Cleverness verwertet worden wären. Der dritte Lauterbach im Bunde, Stürmer Pascal Lauterbach, hätte die Partie im Alleingang entscheiden können. Schade, dass dies nicht gelang – allein deshalb, weil Ruwers wieselflinke Nummer 9 sowohl nach vorne als auch nach hinten ein riesiges Laufpensum absolvierte und sich für eine starke Leistung einfach nicht belohnte. „Da gehen einem so viel Sachen durch den Kopf“, schüttelte er nach dem Spiel denselbigen in der Erkenntnis, dass manchmal weniger mehr ist – weniger Denken, mehr Schießen. Das begann schon in der ersten Spielminute, als er auf der rechten Flanke auf und davon stürmte und sein Schuss nicht fest genug war, so dass er in letzter Sekunde noch vor Überschreiten der Torlinie abgewehrt werden konnte. Auch direkt nach der Pause war Ruwers Mittelstürmer hellwach, umspielte sogar noch den Torwart, ehe das Leder wieder auf der Torlinie auf ein gegnerisches Abwehrbein traf (46.) oder später am Außennetz landete (72.). Doch auch die Gastgeber hatten ihre Chancen, aber mehrere Distanzschüsse fanden einen sehr gut disponierten Ruwerer Torhüter auf dem Posten oder segelten am Tor vorbei.

Die Ruwerer Bilanz nach vier Spielen kann sich sehen lassen: Nach zwei Unentschieden zum Saisonstart folgten jetzt zwei Siege, dreimal hielt Keeper Patrick Lauterbach dabei die Null fest. 8 Punkte, Platz 4 – das durfte in Langsur dann zurecht auch mal gefeiert werden. Am kommenden Sonntag (Anstoß: 12.30 Uhr) kommt die SG Newel II ins Wenzelbachstadion. Ein Dreier auch in dieser Partie würde den Saisonauftakt nahezu perfekt machen. Doch Vorsicht: Gegen diesen Gegner läuft der SV Ruwer zumindest auf dem Papier erstmals in dieser Runde als Favorit auf die heimische rote Erde. Das sind aber bekanntlich die schwersten Spiele. Die Unterstützung durch die Ruwerer Fußballfans ist deshalb besonders wichtig. Die Jungs haben sie sich allemal verdient! (-jf-)

Unsere Bilder zeigen Eindrücke vom Sieg des SV Ruwer in Langsur gegen die SG Zewen-Igel-Liersberg III. (Alle Fotos: -jf-)

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