SV Ruwer will eigenständig den direkten Aufstieg

Neuanfang nach drei Jahren SG-Ehe

svDer SV Eintracht Ruwer ist nach dreijähriger SG-Zeit wieder selbstständig geworden. 50 Ehemalige und Neuzugänge aus unterschiedlichen Vereinen der Region suchen im Trierer Stadtteil eine neue sportliche Herausforderung. Trainer Jörg Kreusch peilt sogar den direkten Aufstieg an.

Trier-Ruwer. Pünktlich zum Saisonbeginn meldet sich der Traditionsverein Eintracht Ruwer zurück in die Selbstständigkeit. Gleich zwei Mannschaften bereichern in dieser Spielzeit die Meisterschaftsrunden in der C- und D-Liga Trier/Eifel. Kern der neuen Mannschaften bilden Ruwerer Jungs. Hinzu kommen Verstärkungen aus 14 verschiedenen Vereinen der Region.
Die Idee zum Neustart hatten Abteilungsleiter Dennis Hontheim und sein Fußballkollege Kim Etteldorf. Via Facebook starteten beide schon früh eine Umfrage. „Die Resonanz war so groß, dass wir den Neuaufbau in Angriff nahmen“, erinnert sich Hontheim, der sich schon in der Winterpause über 20 Zusagen freuen konnte.
Ein Vorstand musste her, Sponsoren wurden gesucht, Spielplanung, Passabwicklung und vieles mehr stand auf der Tagesordnung. „Entscheidend für den großen Zulauf war das Gesamtpaket. Wir haben jeden in Ruwer empfangen, als wäre er schon immer dabei gewesen. Und das kam gut an.“
Mit Jörg Kreusch konnte die Eintracht zudem einen neuen Trainer gewinnen, der von Beginn an hinter dem Projekt stand. Der 49-jährige Medienberater aus Trier-Irsch war vor seiner vierjährigen sportlichen Auszeit bereits als Trainer beim FSV Trier-Tarforst, Eintracht Trier und dem SV Gutweiler unter Vertrag. „Auch ihm verdanken wir den einen oder anderen Spieler“, sagt Abteilungsleiter Hontheim, der schon zu diesem Zeitpunkt von guten Fortschritten im Training des neuen 4-3-3 Systems spricht. Je ein Spieler für die Viererkette und für das Mittelfeld stehen aber noch auf dem Wunschzettel von Trainer Jörg Kreusch. „Dann wären wir in der Breite noch etwas stärker besetzt.“
Doch schon nach drei Spieltagen mit voller Punktzahl ist der Neue auf der Trainerbank hoch zufrieden.

Kreusch stellt an sich selbst hohe Ansprüche und erwartet auch von seinen Jungs, dass sie sich an seine Vorgaben halten. „Wir wollen konzentriert arbeiten und gerade beim Neuaufbau sind dazu auch noch viele Einzelgespräche nötig“, beschreibt Kreusch seine Aufgabe, in der er von Co-Trainer Martin Zonker unterstützt wird. „Es ist zweifelsohne eine Herausforderung nach vierjähriger Fußballabstinenz, aber ich habe sie gerne angenommen.“
Dennis Hontheim ist indes gleich auf mehreren Baustellen im „neuen“ Verein aktiv. Der Fachinformatiker aus Ruwer hat von Beginn an die Fäden gezogen und mit großer Kraft am Neuaufbau mitgewirkt, leitet die Abteilung Fußball und trägt in der ersten Mannschaft als Sechser die Kapitänsbinde. Zuvor hat der 25-Jährige bereits vier Jahre im SV Pölich gespielt. „Sein Vater Juppi Hontheim ist im Übrigen mit 57 Jahren einer der Leistungsträger in der Reservemannschaft von Eintracht Ruwer. Für Dennis Hontheim steht die Integration der Spieler im Vordergrund und in der Liga „wollen wir eine gute Rolle spielen“. Was den sportlichen Nachwuchs angeht sieht er noch viel Arbeit auf den Verein zukommen, denn zurzeit sind nur die unteren Klassen mit Jugendspielern besetzt. Loben möchte er aber die Eltern der Nachwuchsspieler, die die komplette Jugendarbeit selbst in die Hand nehmen.
Einziger Negativaspekt für Hontheim ist die Tatsache, dass für die Heimspiele in Ruwer nur ein Hartplatz zur Verfügung steht. „Dafür haben wir allerdings ein schönes Vereinsheim und hier möchten wir künftig unsere Zuschauer bei den Heimspielern noch besser versorgen.“